Linksjugend: Rückblick auf CSD Pinneberg 2025
Am 14. Juni waren wir auf dem Christopher Street Day in Pinneberg. Unter dem Motto „Macht den Regenbogen wetterfest – Queere Menschenrechte in die Verfassung“ sind wir als Linksjugend Kreis Pinneberg gemeinsam mit vielen anderen auf die Straße gegangen, haben unsere Solidarität mit der Queer-Community gezeigt und für nachhaltige politische und gesellschaftliche Veränderungen demonstriert.
Und das wird immer wichtiger, denn Angriffe auf queere Rechte, insbesondere durch AfD und CDU nehmen wieder zu. Während die AfD offen gegen geschlechtergerechte Sprache sowie die Rechte von Trans-Menschen hetzt und Queerfeindliche und Antifeministische Narrative verbreitet, blockierte die CDU erst letzten Sommer bei der dringend notwendigen Verankerung queerer Rechte im Grundgesetz. Mit der jüngsten Entscheidung, keine Regenbogenfahnen mehr am Reichstagsgebäude zum CSD zu hissen, knüpft die CDU offen an den Queerfeindlichen Kurs der letzten Jahre an und demonstriert ihre schwindende Distanz zur AfD.
Während der ungestörten Veranstaltung sind wir bei schönstem Wetter mit vielen tollen Menschen an unserem Stand ins Gespräch gekommen. Die Vielfalt der Besucher*innen spiegelte die bunte Mischung unserer Gesellschaft wider, die wir zusammen mit den Genoss*innen von der Linkspartei am Nachbarstand konsequent schützen wollen.

Trotz des schönen Tages, müssen wir die zunehmende Kommerzialisierung des CSD kritisieren. Ein Tag, der als Protesttag für gleiche Rechte entstand, sollte nicht zu einer reinen Marketingveranstaltung verkommen. Echte Solidarität zeigt sich nicht in bunten Logos, sondern im konsequenten Einsatz für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft.
Ebenso kritisch sehen wir die heuchlerische Profilierung der Polizei. Während sich die Polizei auf dem CSD gerne im Regenbogen-Look präsentiert, erleben queere Menschen, sowie Schwarze und PoC, im Alltag oft das Gegenteil: Diskriminierung und Gewalt. Echte Akzeptanz bedeutet, strukturelle Probleme anzugehen, anstatt sich nur punktuell ein positives Image zu verschaffen.
Wir danken allen, die dabei waren und freuen uns schon aufs nächste Jahr!
