Frieden schaffen – abrüsten statt aufrüsten! Für eine neue Entspannungspolitik.

21. März 2018

Am Sonnabend, den 31.03.2018 findet wie jedes Jahr der Ostermarsch in Wedel statt.
Ab 10 Uhr auf dem Rathausplatz.
Es spricht:

Prof. Dr. Jürgen Scheffran

Friedens- und Konfliktforscher
am IFSH der Universität Hamburg

Der Aufruf des Friedensnetzwerkes:

Wir wollen einen grundlegenden Politikwechsel, um Kriege, Gewalt und Unterdrückung, Hunger und Massenelend zu beenden.

Wir fordern von der deutschen Politik die Unterstützung des im letzten Jahr von der großen Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten beschlossenen Vertrages zum Verbot von Atomwaffen. Der bereits 2010 getroffene Bundestagsbeschluss zum Abzug der US-Atomwaffen am Standort Büchel muss endlich umgesetzt werden und Pläne zur „Modernisierung“ der Atomwaffen sind zu stoppen.

Wir fordern eine drastische Umschichtung der öffentlichen Haushaltsausgaben: Anstatt weiterer Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsprodukts (wie innerhalb der NATO festgelegt), fordern wir Abrüstung und damit freiwerdende Geldmittel für Bildung, Gesundheit, Umwelt und Wohnen.

Wir fordern die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr. Wir fordern eine friedliche und soziale Entwicklung der Europäischen Union. Dem stehen deren beschleunigte militärische Integration für weltweite Einsätze entgegen sowie die moralisch zu verurteilende, todbringende Abschottung gegen Flüchtlinge.

Wir fordern eine Entspannungspolitik gegenüber Russland anstatt Säbelrasseln und Wirtschaftssanktionen. Wir fordern einen Stopp aller Waffenexporte und Rüstungskonversion. Deutschlands Außenpolitik muss von einer Politik des Friedens und der Abrüstung bestimmt werden. Internationale Kooperation statt Konfrontation und Wirtschaftssanktionen muss das Ziel sein. Eine solche Orientierung schließt Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aus.

Abrüsten statt aufrüsten ist das Gebot der Stunde. Auf uns, die friedensbewegten Menschen, kommt es an, eine Politik des Friedens durchzusetzen.